Vogelsang

Ein Stadtteil, welcher einst „Stadtrandsiedlung“ war, zeigt sich im modernen wie auch historischen Gewand zugleich. Durch Bebauung mit Einfamilienhäusern und Mietwohnungen wächst der Stadtteil bis heute. Viel Natur ringsum und mittendrin lassen die „Vogelsanger“ ganz zufrieden auf einer „Insel der Glückseligen“ leben, die selten ein Fremder betritt.

Infrastruktur:

Grob betrachtet kann man den Stadtteil in drei Teile untergliedern. Da gibt es „Alt-Vogelsang“, „Neu-Vogelsang“ und „Vogelsang-Nord“. In ihrer Bebauung sind sie jeweils durch Grünflächen voneinander getrennt. Den Ortsmittelpunkt bildet der „Vogelsanger Markt“, welcher sich seine gemütliche Atmosphäre bewahrt hat und die umliegenden Eigenheimsiedlungen passen sich gut in das Bild ein. Mit Kirche, Grundschule, Gasthaus und einigen wenigen Geschäften scheint hier die Zeit in einer sympathischen Weise stehen geblieben zu sein. Liebevoll gepflegte Einfamilienhäuser, einst Zweckbauten und nach und nach in den Jahren durch die Besitzer kreativ und bunt verschönert zu Schmuckstücken, umrankt von Grün mit großen Hausgärten, mit Garagen, Swimming-Poolen und sonstigen Luxuseinrichtungen, machen Köln-Vogelsang zu einer beliebten Wohngegend. Mehrere Bäckereien, ein Supermarkt und ein äußerst beliebter Kiosk decken den täglichen Bedarf der Bewohner an allen lebensnotwendigen Dingen ab. Mit Supermarkt, Metzgerei und Bäckerei wartet das Einkaufszentrum auf. Für größere Einkäufe fährt man in das benachbarte Bickendorf. Der Stadtteil Vogelsang verfügt über vier Kindertagesstätten und eine Gemeinschaftsgrundschule. Dienstleistungsbetriebe und einige Gaststätten sowie mehrere Arztpraxen und eine Apotheke sind ebenfalls vor Ort ansässig.

Lage:

Im Osten grenzt der Stadtteil an Bickendorf, im Süden an Müngersdorf. Westlich bilden Widdersdorf und Bocklemünd/Mengenich die Stadtteilgrenze und im Norden schließt sich Ossendorf an.

Freizeit und Natur:

Eine ganze Anzahl an Park- und Sportflächen sind in den Stadtteil eingebettet.  Mit dem „Wassermannsee“ besitzt Vogelsang ein attraktives Naherholungsgebiet. Dieses Feuchtbiotop entstand durch den Abbau von Kies in den 1920er Jahren. Nachdem sich der Kiesabbau wirtschaftlich erschöpft hatte, wuchs das Gelände jahrzehntelang ungestört zu. Ein Wald- und Buschgebiet, anmutend wie eine verwunschene Hügelkette, entstand. In diesem Naturschutzgebiet leuchtet in klarem Blau der See. Auf schmalen Pfaden gelangt man in hügeligem Gelände an wundersame Aussichtspunkte. An das Gelände zum „Wassermannsee“ schließt sich der „Wassermannpark“ an. Eine 8.000 m² umfassende Wiesenlandschaft verbindet das Naturschutzgebiet mit dem Gewerbepark „Triotop“. Auf einer angelegten Streuobstwiese werden selten gewordene einheimische Apfel- und Birnensorten gezüchtet. „Triotop“, in diesem Landschafts- und Gewerbepark trifft Architektur auf Natur.

Will man sich einen Urlaub in exotischen Gefilden herbeiträumen, so lädt an der Stadtteilgrenze zu Bocklemünd „Dinger`s Gartencenter“ nicht nur zum Kauf von Blumen und Pflanzen ein. Sonntags kann man hier im „Palmencafe“ sitzen und sich inmitten von exotischen Gewächsen verwöhnen lassen. Die städtische Grünanlage „Biesterfeld“ ist Treffpunkt für Familien mit Kindern. Mit beliebtem Spielplatz und verschlungenen Wegen zwischen den großen Wiesenflächen bietet sie Spaß beim Klettern, Rutschen, Schaukeln oder Sandburgen bauen. Auf die Idee, gemeinschaftlich zu gärtnern und zu gestalten, trifft man im Gemeinschaftsgarten „Finkennest“. Auf einem etwa 3.000 m² großen Freiraum als Rahmen sind Begegnungen und so manche Inspiration entstanden. Das gemeinsame Ziel ist, die Zukunft mitzugestalten und Positives zu erhalten. Hier gewinnt man Naturerfahrung in der Großstadt und das hautnahe Erlebnis, dass nachhaltige Lebensmittel Aufmerksamkeit und Zeit benötigen.

 Anbindung:

Nach Köln-Vogelsang gelangt man mit der Stadtbahn Linie 3 oder Linie 4. In weniger als 20 Minuten erreicht man die Kölner Innenstadt. Vier Buslinien verbinden den Stadtteil mit den umliegenden Orten und die S-Bahnlinien S 12, S 13 und S 19 ab Bahnhof Technologiepark ergeben eine weitere Verbindung. Per Auto führt die Venloer Straße direkt in die Kölner Innenstadt und über die Autobahnauffahrten in Köln-Bocklemünd und Köln-Bickendorf gelangt man rasch auf die Bundesautobahnen A1 und A57.

Wissenswertes/Sehenswürdigkeiten:

In Köln-Vogelsang leben etwa 8.200 Einwohner. Namensgebend für den Stadtteil war der historische Vierkanthof Vogelsang, welcher bereits im 19. Jahrhundert als Kleinsiedlung bestand. Heute liegt das Gut inmitten des Landschaftsparks „Belvedere“ im Nachbarstadtteil Bocklemünd/Mengenich. Im Jahre 1931 wurde der Stadtteil als Stadtrandsiedlung gegründet. Es sollte vor allem Wohnraum für die ärmere oder kinderreiche Bevölkerung geschaffen werden. Die Siedler sollten durch den Anbau von Gemüse und Kleintierhaltung ihren Unterhalt selbst bestreiten können. Einfamilienhäuser und Mietshäuser entstanden. Noch heute bilden Kirche, Schule und Gasthaus den Ortsmittelpunkt. In den 1950er und 1960er Jahren glich sich das Erscheinungsbild anderen Stadtteilen an und spätestens ab der 1970er Jahre konnte man nicht mehr erkennen, dass Vogelsang einst eine Armensiedlung war. Die fleißigen und sparsamen Bürger wandelten ihre einfachen Siedlungshäuser nach und nach in schmucke Eigenheime um. Durch die Erweiterung Vogelsang-Nord wächst der Ortsteil beständig und hat sich vom Ackerland hin bis zum „Gewerbepark Triotop“ gewandelt. Die Entwicklung Vogelsangs wird in sieben Bronzereliefs dargestellt, welche man an der „Belvederebrücke“ bewundern kann. Sechs der 1 x 1 Meter großen Bronzeplastiken sind bisher verwirklicht und können vor Ort besichtigt werden. Dass aus dem Stadtteil ein Ort mit gehobener Lebensqualität hervorging, hat sich herumgesprochen. Das Max-Planck-Institut, ein führendes Institut für molekulare Pflanzenbiologie, hat seinen Sitz nach Köln-Vogelsang verlagert. Es ist Teil der Max-Planck-Gesellschaft und beschäftigt etwa 350 Mitarbeiter. Die angrenzende „Wissenschaftsscheune“ hat derzeit etwa siebzehn Mitmachstationen, Termine können vereinbart werden. Sie weckt so das Verständnis und die Wertschätzung für die Lebensgrundlagen des Menschen.

Fazit: In Köln-Vogelsang überwiegen mittlere bis gute Wohnlagen. Es ist ein ruhiger Stadtteil und dennoch attraktiver Lebensraum für seine Bewohner. Ein wenig dörflicher Charme in der Ortsmitte, freundlich, grün und sehr individuell in der Umgebung. Köln-Vogelsang ist zukunftsorientiert und authentisch gleichermaßen.